Bonitätsabhängige und bonitätsunabhängige Zinsen

Seit einigen Jahren ist bei der Suche nach Kleinkrediten immer wieder zu lesen, dass die angezeigten Zinssätze von der Bonität des Antragstellers abhängen. Bei dieser Form von Krediten spricht man von einer bonitätsabhängiger Zinsberechnung, deren Grundlage die neuen Eigenkapitalrichtlinien der Banken ist. Da die Institute für risikoreiche Kredite höhere Rückstellungen bilden müssen, ist die Kreditvergabe für die Banken teurer. Diese höheren Kosten werden an die Kunden in Form höherer Zinsen weitergegen.
Banken, die die Zinsen ihrer Kredite bonitätsabhängig berechnen, geben bei Kreditvergleichen im Internet immer den ab-Zinssatz an. Dieser kann bei unter 4% p.a. liegen. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass nur etwa 1-5% aller Kunden auch tatsächlich diesen niedrigen Zins bezahlt. Alle anderen Antragsteller müssen in Abhängigkeit ihrer Bonität mehr oder weniger hohe Zinsaufschläge bezahlen. Den definitiv zu zahlenden Zins erhalten Antragsteller nach Einreichung des Kreditantrages sowie der kreditrelevanten Unterlagen.
Im Gegensatz hierzu sind einige Direktbanken aber bereits wieder dazu übergegangen, bonitätsunabhängige Kredite anzubieten. Die Zinssätze dieser Banken sind einzig von der Höhe der Kreditaufnahme sowie der gewünschten Laufzeit abhängig. Somit gelten die im Kreditvergleich benannten Zinssätze einheitlich für alle Kunden. Gerade für Menschen mit geringerem Einkommen, deren Score-Wert sicher höher als eins berechnet wird, können bonitätsunabhängige Kreditangebote für Kleinkredite interessanter sein.